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⚡ Berlin 2026: 45.000 Haushalte, 5 Tage ohne Strom. Sind Sie vorbereitet?
📊 165.000 Stromstörungen/Jahr in DE – das BBK empfiehlt 10 Tage Eigenversorgung
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45.000 Haushalte ohne Strom: Was der Berliner Blackout im Januar 2026 für Ihre Vorsorge bedeutet

Am frühen Morgen des 3. Januar 2026 brannten Unbekannte eine Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde nieder. Was danach passierte, hat viele Menschen in Deutschland aufgerüttelt: 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe im Südwesten Berlins hatten plötzlich keinen Strom mehr. Nicht für ein paar Stunden – sondern für Tage.

Es war mitten im Winter. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Heizungen fielen aus, weil die Umwälzpumpen Strom brauchen. In den ersten Stunden funktionierte nicht einmal der Mobilfunk zuverlässig. S-Bahnen fuhren nicht, weil Stellwerke keinen Strom hatten. 205 Arztpraxen lagen im betroffenen Gebiet. Schulen blieben geschlossen. Pflegeeinrichtungen mussten auf Notstromaggregate warten, die teilweise erst mit Verzögerung kamen.

Erst am 7. Januar – also nach fünf Tagen – war die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt.

Was der Berliner Blackout gezeigt hat

Der Vorfall hat drei Dinge deutlich gemacht, die für jeden Haushalt in Deutschland relevant sind.

Erstens: Es braucht keinen Krieg und keine Naturkatastrophe für einen mehrtägigen Stromausfall. Ein einzelner Anschlag auf eine Kabelbrücke hat gereicht, um einen der am dichtesten besiedelten Stadtteile Deutschlands lahmzulegen. Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik warnte in einer Analyse ausdrücklich davor, dass koordinierte Angriffe an mehreren Orten gleichzeitig noch weitreichendere Folgen hätten.

Zweitens: Die staatliche Hilfe braucht Zeit. Das Technische Hilfswerk rückte aus, die Bundeswehr unterstützte mit Tanklastwagen. Aber all das dauerte Stunden bis Tage. Wer in den ersten 24 bis 72 Stunden nicht selbst versorgt war, stand buchstäblich im Dunkeln und in der Kälte.

Drittens: Die meisten Haushalte waren nicht vorbereitet. Berichte aus dem betroffenen Gebiet zeigten, dass viele Menschen weder Taschenlampen noch Notrationen, weder Powerbanks noch batteriebetriebene Radios im Haus hatten. Die Supermärkte im Umkreis waren innerhalb kürzester Zeit leergekauft.

165.000 Stromausfälle pro Jahr – und es werden mehr

Der Berliner Blackout war spektakulär, aber er ist kein Einzelfall. Die Bundesnetzagentur zählte 2024 bundesweit rund 165.000 gemeldete Stromstörungen, die länger als drei Minuten dauerten. Die meisten davon bemerkt man kaum. Aber wenn eine Störung nicht Minuten, sondern Tage dauert, kippt die Lage schnell.

CORRECTIV hat Anfang 2026 alle Bundesländer zu ihren Notfallplänen befragt. Das Ergebnis war ernüchternd: ein Flickenteppich aus unterschiedlichsten Vorbereitungsständen, unklaren Zuständigkeiten und lückenhaften Konzepten. In Berlin selbst waren von 45 angekündigten Katastrophenschutz-Leuchttürmen – Anlaufstellen für Bürger im Krisenfall – zum Zeitpunkt des Blackouts gerade einmal ein Drittel einsatzbereit.

Das KRITIS-Dachgesetz, das den Schutz kritischer Infrastrukturen bundeseinheitlich regeln soll, wurde erst nach dem Berliner Vorfall Ende Januar 2026 vom Parlament verabschiedet. Vorher gab es keinen einheitlichen gesetzlichen Rahmen.

Was das BBK empfiehlt – und was das konkret bedeutet

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sagt es seit Jahren klar und deutlich: Jeder Haushalt sollte sich für mindestens zehn Tage selbst versorgen können. Diese Empfehlung steht im aktuellen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen", den das BBK kostenlos als PDF zur Verfügung stellt.

Zehn Tage klingen erstmal nach viel. Aber heruntergebrochen geht es um ziemlich grundlegende Dinge:

Trinkwasser und eine Möglichkeit, Wasser trinkbar zu machen. Haltbare Nahrung, die man auch ohne Herd zubereiten oder direkt verzehren kann. Lichtquellen, die unabhängig vom Stromnetz funktionieren – Stirnlampen, Taschenlampen, Kerzen. Ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio, um Durchsagen empfangen zu können. Eine Erste-Hilfe-Ausstattung mit den wichtigsten Materialien. Und im Idealfall eine Möglichkeit, zumindest Handys und kleine Geräte mit Strom zu versorgen – etwa eine Powerbank oder eine tragbare Powerstation.

Wer das alles einzeln zusammensuchen möchte, kann das tun. Die BBK-Checkliste gibt eine gute Orientierung. Wer sich den Aufwand sparen will, kann auf fertig zusammengestellte Notfallpakete zurückgreifen, die genau diese Checkliste abdecken.

Was Sie jetzt tun können

Der Berliner Blackout hat gezeigt, dass Krisenvorsorge keine Frage von Paranoia ist, sondern von Verantwortung. Es geht nicht darum, sich auf den Weltuntergang vorzubereiten. Es geht darum, ein paar Tage ohne Strom, ohne Supermarkt und ohne funktionierendes Mobilfunknetz überbrücken zu können – für sich selbst und für die Menschen, für die man Verantwortung trägt.

Der erste Schritt ist der wichtigste: Anfangen. Ob mit einem einzelnen Karton Notrationen, einem Wasserfilter und einer Taschenlampe, oder mit einem kompletten Notfallpaket – Hauptsache, es liegt etwas bereit, bevor der nächste Stromausfall kommt.

Denn die Frage ist nicht, ob er kommt. Sondern wann.

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